Junge Eltern

Die erste Zeit mit dem Baby
Sehnsüchtig und monatelang habt Ihr darauf gewartet, dass Euer Baby geboren wird. Nun ist es da und die Rolle als Eltern ist aufregend und neu. Sicherlich dauert es eine Weile, bis sich zuhause alles eingeschwungen hat.
Doch kurz nach der Geburt kann es sein, dass Dein Neugeborenes häufiger unruhig ist und schreit. Nach einer Zeit kann sich das auf Euch übertragen. Dazu kommen Schlafmangel, Dauereinsatz und Rufbereitschaft. Das kann jungen Eltern schnell an die Substanz gehen. Vielleicht werden Eure Nerven immer dünner und Ihr merkt, dass Ihr mehr Zeit für Euch braucht.
Es kann Situationen geben, aus denen man am liebsten flüchten möchte. Und das ist ganz normal, das würde allen so gehen! Wenn man tagelang kaum geschlafen hat und das Baby unruhig ist, viel weint und schreit oder vielleicht sogar krank ist, dann solltet Ihr für Euch die Reißleine ziehen. Da sich eigene Unruhe und Nervosität auf das Baby übertragen, solltet Ihr rechtzeitig dafür sorgen, dass Eure Batterien wieder aufgeladen werden.

Schnelle Hilfe
Oft hilft es schon, dass man aus einer Stresssituation kurzzeitig herausgeht. Wenn das Baby sicher und versorgt in seinem Bettchen liegt, geh kurz ans offene Fenster oder auf den Balkon und gönne Dir ein paar Minuten ganz bewusst für Dich selbst. Tief und langsam Luft holen, die Gedanken schweifen lassen. Das erfrischt und Du tankst schnell wieder Kraft.

Babysitter sind Gold wert
Wenn Du längere Auszeiten vom Baby brauchst, dann frage Deinen Partner oder einen Freund, Deine Eltern oder eine Nachbarin um Hilfe. Schon eine Stunde nur für Dich reicht, um etwas Abstand zu bekommen. Egal, wonach Dir ist, ob ein Spaziergang alleine, Zeitunglesen mit einem Becher Kaffee oder ein ungestörtes Telefonat mit Deiner besten Freundin – so kommst Du wieder bei Dir an und kannst Dich wieder gut gelaunt dem Baby widmen.

Längere Auszeit
Wenn Du alle diese Steps ausgelassen hast und es Zeit für eine größere Auszeit ist, solltest Du Dir Hilfe holen. Die Großeltern entlasten Euch sicher gerne. Wenn in der Familie oder im Freundeskreis niemand ist, der das Baby mal einen ganzen Tag oder über´s Wochenende hütet, dann wende Dich an Deinen Frauenarzt oder Euren Kinderarzt wegen einer Entlastung. Dein Arzt kann Dir in Überlastungssituationen eine Hilfe verordnen. Es hilft schon Wunder, wenn Dir jemand im Alltag z.B. das Einkaufen oder Saubermachen für eine begrenzte Zeit abnimmt. Oder Dir das Baby einmal abnimmt. So kommst Du wieder auf die Füße.

Hilfe annehmen
Nimm in jedem Fall Hilfe an. Ein Baby macht einfach sehr viel Arbeit und stellt einen oft vor neue Herausforderungen. Und alle Eltern haben schon erlebt, dass man diesen manchmal alleine nicht gewachsen ist. Hol Dir Hilfe! Denn nur ausgeruhte und entspannte Eltern bewältigen auch schwierige Phasen.
Also: Hol Dir professionelle Hilfe, wenn Ihr als Familie nicht weiterkommt. Hier hört man Dir zu, macht Dir Mut und sucht nach neuen Wegen: